Wir über uns

Die Basler Afrika Bibliographien (BAB) sind eine seit 1971 in Basel (Schweiz) bestehende private Fachbibliothek und ein Archiv zum südlichen Afrika. International bekannt sind ihre umfangreichen Namibiabestände.
 
Seit 1994 sind sie Teil der gemeinnützigen Carl Schlettwein Stiftung. Sie pflegen weltweite Kontakte zu Institutionen und Forschenden und sind (assoziiertes) Mitglied des Zentrums für Afrikastudien (ZASB) an der Universität Basel sowie der Schweizerischen Afrika-Gesellschaft (SAG).
 
Die BAB fördern die Dokumentation und Zugänglichkeit von Bibliotheks- und Archivbeständen und engagieren sich in der Forschung zu Namibia und dem südlichen Afrika. Sie führen einen Verlag und ein Antiquariat.
 
Carl Schlettwein, Foto: Walter Sütterlin
Carl Schlettwein, Foto: Walter Sütterlin
 

Kurze Geschichte der BAB

Die BAB wurden 1971 von Carl Schlettwein (1925–2005) gegründet, um bibliographische Angaben zum damaligen Südwestafrika/Namibia zur Verfügung zu stellen. Grund für das Engagement von Carl Schlettwein war die einseitige Berichterstattung zu dieser ehemals deutschen und südafrikanischen Kolonie. Die Ausgangsbasis dazu bildete seine Privatbibliothek, die er von 1952–1964, als er in Südafrika und Namibia lebte, aufbaute und später in Basel (Schweiz) Interessierten zugänglich machte. Bald galt die Bibliothek als die grösste Namibia Bibliothek ausserhalb Namibias selbst. Diesen Stellenwert pflegt die BAB bis heute.
 
Darüberhinaus begann Carl Schlettwein, Archivsammlungen anzulegen. Es entstanden diverse Personenarchive mit schriftlichen und fotografischen (Teil-) Nachlässen, ein Dokumentationsarchiv mit Grauer Literatur und eine Sammlung zur Befreiungsbewegung SWAPO of Namibia. Diese Sammlungen, die in den letzten 10 Jahren stetig gewachsen sind und zu denen u.a. noch eine Plakatsammlung hinzukam, werden heute als Sondersammlungen geführt. Ebenfalls separat gehalten wird die Rara-Sammlung mit alten, wertvollen und bibliophilen Werken zum gesamten afrikanischen Kontinent.
 
Als Verleger veröffentlichte Carl Schlettwein bibliographische Arbeiten zu Namibia und gab zwischen 1971 und 1979 die erste 'Namibische National-Bibliographie' heraus. Später kamen wissenschaftliche Publikationen zur afrikanischen Geschichte, Literatur, Kultur und Geographie hinzu. 
 
Seit 1995 nennen sich die BAB im Untertitel Namibia Resource Centre & Southern Africa Library. Bis zu seinem Tod im Januar 2005 wurden sie von Carl Schlettwein geleitet. Seitdem liegt die Leitung in den Händen von Luccio Schlettwein. Bibliothek, Sondersammlungen, Verlag und das auf Afrika spezialisierte Antiquariat werden derzeit von neun Mitarbeitenden betreut.
Luccio Schlettwein
Luccio Schlettwein